Bilder aus Leussow in Leussow
Am 31. Mai war es endlich so weit. Die lange angekündigte Fotoausstellung mit Bildern vom früheren Leussow wurde um 14 Uhr vom Initiator Jochen Meier im Pfarrhaus eröffnet. Dabei gab er einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Ausstellung. Ein wichtiger Auslöser war der im letzten Jahr bei der Volkssolidarität vorgestellte Bericht über die Kindheitserinnerungen des Johannes Grüschow, der vor dem 1. Weltkrieg hier aufwuchs und nach seiner Pensionierung als Lehrer seine Lebenserinnerungen aufschrieb und sie mit zahlreichen Fotos ergänzte. Eines dieser Bilder mit einem typischen Erntewagen wurde auch zum Symbol der Ausstellung. Die Fotos, die bei den Plattdeutsch-Nachmittagen im Pfarrhaus gezeigt wurden, ließen dann bei Jochen endgültig die Idee einer Bilderpräsentation entstehen. Jochen Meier war da voll in seinem Element: ein Organisationsteam bilden, Fördermittel beantragen, die Aufsteller bauen, die Einwohner einbeziehen und, und…. Als in der letzten Maiwoche dann alle ausgewählten Bilder platziert waren, stellte sich bei allen Beteiligten eine freudige Erwartungsstimmung ein.
Am Eröffnungstag wurden weit über hundert Besucher gezählt. Und die waren nicht wegen des Begrüßungssekts gekommen, sondern meist sicher aus Neugier. Darunter waren nicht nur Leussower Einwohner, sondern auch viele aus Nachbarorten, aber auch zahlreiche ehemalige Leussower.
Was können die Besucher nun dort sehen? Über 200 Bilder wurden aus einer Vielzahl bereitgestellter Aufnahmen ausgewählt und auf sieben quaderförmigen Aufstellern verteilt. Die Aufsteller bestehen jeweils aus vier aneinander gefügten Spanplatten, die mit weißer Farbe angestrichen wurden. Die ersten beiden Aufsteller zeigen Häuser und deren Bewohner nach Straßen geordnet. Die anderen fünf Aufsteller widmen sich verschiedensten Themen: Schule, Kindergarten, Kirche, Handwerk, Landwirtschaft, Forst, Hochzeiten u.a. Die meisten Bilder tragen Beschriftungen, einige mit Benennung der abgebildeten Personen. Dabei sind Fehler möglich. Daher hatte Jochen Meier ausdrücklich darum gebeten, auf solche Fehler hinzuweisen und fehlende Namen zu ergänzen, da eine Veröffentlichung der Bilder und Beschriftungen in Form eines Fotobuchs angedacht ist. Interessenten können sich dafür unverbindlich anmelden.
Neben den vielen Fotos gibt es auch zwei gemalte Bilder zu sehen. Auf dem einen, das Martin Schröder auslieh, ist die alte Leussower Kirche zu sehen. Das andere Gemälde wurde gleich im Eingangsbereich platziert. Den Maler kennen wahrscheinlich fast alle Besucher. Viele waren sogar einmal seine Schüler. So mancher erstaunt erst, wenn er im Text neben dem Bild liest, das es von Willi Schneider geschaffen wurde. Sein Name taucht auch an anderen Stellen der Ausstellung auf, da er als Lehrer nicht nur die Entwicklung der Schule, sondern auch die des Ortes maßgeblich geprägt hat.
Im Flur gibt es noch Bilder von der 710-Jahr-Feier Leussows im Jahr 2001. Sie sind im Gegensatz zu den meisten anderen Bildern farbig. Allerdings sind die Originale dieser Aufnahmen auch die jüngsten der gesamten Ausstellung.
Jedes Originalbild wurde eingescannt und anschließend bearbeitet. Hierbei leistete Pastor Degwitz wichtige Hilfe, indem er Jochen Meier für diese Arbeiten qualifizierte. Beim Beschriften der Bilder konnten Roswitha Gierat und Christine Gladewitz so richtig zum Zuge kommen, denn sie waren die beiden „Eingeborenen“ im Organisationsteam und erkannten daher viele Personen. Teilweise erhielten sie Unterstützung durch Christel Pohl. Ein großes Dankeschön auch an alle Ungenannten, die Bilder und Informationen zur Verfügung gestellt haben oder bei der Eröffnung geholfen haben.
Joachim Krüger
Bild zur Meldung: Fotoausstellung Leussow




